DIN-Norm 5008

Bevor wir zu den zentralen Dokumenten deiner Bewerbung kommen, beschäftigen wir uns in diesem Abschnitt zunächst mit dem sogenannten Grundgerüst deiner Unterlagen. Die Form deiner Bewerbungsunterlagen wird durch die DIN-Norm 5008 geregelt, die Schreib- und Gestaltungsregeln festlegt.

Der Vorteil bei der DIN-Norm 5008 liegt darin, dass du ein leserfreundliches, zweckmäßiges und übersichtlich gestaltetes Dokument erstellst. Und wenn du bereits bei der äußeren Form aus den Massenbewerbungen rausstichst, dann hast du eine Hürde bereits überwunden.

Im Folgenden gehen wir insbesondere auf die Gestaltungsrichtlinien ein, die für dein Anschreiben und deinen Lebenslauf relevant sind. Außerdem zeigen wir dir, wie viele Leerzeilen du zwischen den einzelnen Angaben einfügen solltest.

Seitenränder

Die Seitenränder für deine Bewerbung fallen anders aus, als beispielsweise für einen geschäftlichen Brief. Es sind lediglich Empfehlungen, an die du dich nicht strikt richten musst:

  • Linker Rand: 2,5 cm
  • Rechter Rand: 2,0 cm
  • Oberer Rand: 2,0 cm
  • Unterer Rand: 2,0 cm

Die Seitenränder für das Anschreiben und den Lebenslauf stellst du in Microsoft Word unter dem Menüpunkt Seitenlayout ein.


Schriftart und -größe

Wenn du schon einmal mit Microsoft Word gearbeitet hast, dann ist dir bestimmt schon aufgefallen, dass du zwischen einer Vielzahl an Schriftarten wie Times New Roman, Calibri, Arial usw. wählen kannst. Generell steht es dir frei, welche Schriftart du für deine Bewerbungsunterlagen verwendest. Allerdings solltest du immer bedenken, dass es nicht zu verspielt und zu kindisch rüberkommen darf. Lass am besten die Finger von den sogenannten Schmuck- und Schreibschriften wie GaramondBE-Italic oder Freestyle Script. Geeignete Schriftarten für dein Anschreiben und deinen Lebenslauf sind

  • Times New Roman, 12 pt
  • Calibri, 11 pt
  • Arial, 11 pt
  • Verdana, 11 pt

Bei den Absätzen ist es üblich, den linksbündigen Flattersatz anstatt des Blocksatzes zu verwenden.


Absender

Im Absenderblock führst du deine Kontaktdaten auf, die aus deinem Namen, deiner Anschrift, deiner E-Mail sowie deiner Telefonnummer bestehen. Die meisten Bewerber platzieren ihre Angaben linksbündig. Aber auch eine rechte Positionierung oder die Integration in der Kopfzeile ist möglich. Deine E-Mail-Adresse und deine Telefonnummer sind für Personaler besonders wichtig, da sie dich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch per E-Mail oder Telefon informieren. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

Nach der DIN-Norm 5008 wird die Telefonnummer folgendermaßen angegeben:

  • Internationale Schreibweise für Bewerbung im Ausland:
    +49 1234 56789
  • Festnetznummer:
    01234 56789
  • Mobilfunknummer:
    0156 789123

Empfänger

Nach Eingabe deiner eigenen Kontaktdaten folgt nach 4 Leerzeilen der Adressblock des Empfängers, der die genaue Unternehmensbezeichnung, Name des Personaler und die Anschrift beinhaltet. Auf vielen Seiten findest du vielleicht noch die Abkürzung „z. H.“, die „zu Händen“ bedeutet und überhaupt nicht mehr aktuell ist. Des Weiteren solltest du auch auf die Anrede des Ansprechpartners achten! Es heißt nicht „Herr Hans Müller“, sondern „Herrn Hans Müller“. Kleinigkeiten, bei denen du vielleicht die Augen verdrehst, aber solche kleinen Details fallen dem Personaler auf und entscheiden über den Erfolg deiner Bewerbung.


Datum und Ort

Im Gegensatz zu den obigen Angaben werden der Ort und das Datum in deinem Anschreiben rechtsbündig angeordnet. Für eine bessere Übersichtlichkeit fügst du zwischen den Angaben zum Empfänger und dem Datum eine Leerzeile ein. Die Angabe des Ortes ist nur dann notwendig, wenn er sich vom Wohnort unterscheidet.

Bei der Schreibweise des Datums gibt dir die DIN-Norm 5008 folgende Empfehlungen:

  • 01.01.2016
  • 01.01.16
  • Köln, 01.01.2016
  • Köln, 01.01.16
  • 2016-01-01 (internationale Schreibweise)

Betreffzeile

Die Betreffzeile fügst du nach zwei Leerzeilen unter der Datumsangabe ein. Damit der Personaler eine schnelle Übersicht erhält, wird die Betreffzeile im Anschreiben fett markiert. Je nach Berufsbezeichnungen und weiteren Angaben (wie einer Referenznummer) kann sich die Betreffzeile auch über zwei Zeilen erstrecken.

Nur weil es Betreffzeile heißt, bedeutet es nicht, dass du mit dem Begriff „Betreff“ beginnst, auf den solltest du nämlich verzichten.


Anrede und Fließtext

Zwischen der Betreffzeile und der Anrede des Personaler werden zwei Leerzeilen eingefügt. Den Namen des Personaler solltest du recherchieren, um ihn direkt ansprechen zu können. Vermeide die allgemeine Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ für dein Anschreiben. Die Anrede und den Fließtext trennst du durch eine Leerzeile.


Grußformel

Zwischen deinem Schlusssatz und deiner Grußformel liegt nur eine Leerzeile. Bei der Grußformel gibt es unterschiedliche Varianten, die du in deinem Anschreiben verwenden kannst:

  • Mit freundlichen Grüßen
  • Freundliche Grüße
  • Beste Grüße
  • Mit freundlichen Grüßen aus Köln
  • Freundliche Grüße nach Köln

Unterschrift

Viele Bewerber vergessen, insbesondere bei der Online-Bewerbung, ihr Anschreiben und ihren Lebenslauf zu unterschreiben. Zwischen der Grußformel und deiner Unterschrift musst du drei Leerzeilen einfügen. Bei der Online-Bewerbung kannst du deine Unterschrift ganz einfach einscannen und als kleines Bild einfügen.


Anlagen

Last but not Least ist der Vermerk „Anlagen“ in deinem Anschreiben nicht zu vernachlässigen. Diese Angabe erfolgt drei Leerzeilen nach deiner Unterschrift. Des Weiteren musst du deine Anlagen auch nicht mehr einzeln aufführen.


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