„Welche Farbe wären Sie in einer Stiftebox und warum?“ oder „Wie viele Golfbälle passen in einen SUV?“ Während eines Vorstellungsgesprächs greifen manche Personaler auf solche und andere sogenannte Stressfragen zurück. Du fragst dich, was das eigentlich bedeutet und warum dir diese Fragen gestellt werden? Wir beantworten es dir!

Worauf zielen Stressfragen ab?

Stressfragen sollen dich in erster Linie unter Druck setzen und dich aus dem Konzept bringen. Das macht der Personaler aber nicht, um dich zu ärgern, sondern mit dem Hintergedanken, deine Belastbarkeit und deinen Umgang mit Stress zu testen. Schließlich ist es für das Unternehmen wichtig, dass du auch unter Druck souverän und überlegt reagieren kannst. Der Personaler möchte dich also ganz authentisch erleben, denn auf Stressfragen kannst du nicht mit vorbereiteten Aussagen oder gar standardisierten Floskeln antworten, sondern hier sind spontane und ehrliche Antworten gefragt.

Wie reagierst du auf Stressfragen?

Das Wichtigste zuerst: Du musst zwar improvisieren, aber deine Reaktion und Herangehensweise ist für das Unternehmen von größerem Interesse als deine Antwort selbst. Das trifft vor allem auf sogenannte Brainteaser-Fragen zu, die deine Intelligenz, Kreativität und dein logisches Denken testen. Du musst die komplexen Knobelaufgaben nicht richtig lösen, sondern solltest dich auf einen sinnvollen Lösungsweg konzentrieren.

Auch Schweigen kann eine Art Stressfrage sein. Stell dir vor, du hast eine Frage beantwortet und danach herrscht Stille. Das löst Stress aus, da du so schnell denkst, du hättest die Frage falsch oder nicht angemessen beantwortet. In der Regel ist das aber gar nicht der Fall, da geprüft wird, ob du die Stille und den Stress aushältst. Am besten findest du nach einer angemessenen Wartezeit eine Lösung, wie du das Gespräch wieder aufnimmst. Stelle beispielsweise eine Frage, die du dir im Voraus überlegt hast.

Eine Stressfrage könnte sich auch auf deine Lücken im Lebenslauf beziehen. Auf diese Frage solltest du dich im Vorfeld unbedingt vorbereiten und eine nachvollziehbare Erklärung parat haben.

So reagierst du auf Stressfragen

  • Tief durchatmen
  • Ruhe bewahren
  • Sicherheit ausstrahlen
  • Souverän antworten
  • Gesprächspausen aushalten (nutz die Zeit, um dich kurz zu sammeln)
  • Antworten auf Fragen zu Lücken im Lebenslauf und/oder schlechten Noten vorbereiten

    Wie könnte eine Stressfrage aussehen?

    Manche Stressfragen sind mehr, manche weniger skurril. Damit du weißt, welche Art von Fragen auf dich zukommen könnten, haben wir hier ein paar Beispiele für dich:

    • Wie schwer ist New York?
    • Welche Frage möchten Sie nicht gestellt bekommen?
    • Warum ist Ihre Note in Mathematik so schlecht?
    • Warum ist ein Tennisball so fusselig?
    • Wann haben Sie das letzte Mal eine Regel gebrochen und wieso?

    Die Stressfragen darfst du keinesfalls persönlich nehmen. Wie bereits gesagt, es geht nur darum, dich aus der Reserve zu locken, damit der Personaler mehr über dich erfährt. Sieh eine Stressfrage als Herausforderung und nicht als Strafe an! Wenn du souverän und authentisch antwortest, hast du das Vorstellungsgespräch gut gemeistert.

    Jetzt wo du weißt, was Stressfragen sind, fühlst du dich bereit für ein Vorstellungsgespräch? Dann sieh dich mal in unserer Suchmaschine nach Ausbildungsstellen in deiner Umgebung um. Dort findest du mit Sicherheit deinen Traumberuf!  

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