Florist bei der Arbeit ©Ahrens+Steinbach Projekte

Ausbildung
Florist (m/w/d)

Bildungsweg
Duale Ausbildung
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahr(e)

Floristen schaffen mit ihren Blumenarrangements zu jeder Jahreszeit eine besondere Atmosphäre und machen unser aller Leben jeden Tag ein bisschen bunter. Sie fertigen Gestecke und Sträuße an und sind zudem für die Pflege der Pflanzen und für die Dekoration im Laden verantwortlich.

Umwelt, Landwirtschaft und Tiere Berufe mit Hauptschulabschluss Kreative Berufe Handwerkliche Berufe Berufe mit Pflanzen Lehre in Österreich Lehre in der Schweiz Lehre in Italien (Südtirol) Berufe im Handel Berufe mit Umweltschutz

Was macht ein Florist ?

Der Beruf des Floristen ist ein kreativer Beruf, dennoch solltest du auch über handwerkliches Geschick verfügen und dich für die unterschiedlichsten Blumen- und Pflanzenarten interessieren. Denn nicht alle Blumen oder Pflanzen passen zueinander oder können miteinander verarbeitet werden. Ein grüner Daumen ist hierbei also besonders wichtig.

Kreativ sein und Menschen begeistern

Als Florist bindest du Sträuße, Kränze, Brautschmuck oder Trockengestecke. Neben den Kundenwünschen erstellst du unter anderem auch eigene Kreationen für die Ausstellung und den Verkauf im Laden. Du sorgst auch dafür, dass der Laden immer ansprechend und je nach Saison geschmückt und dekoriert ist. Er soll die Kunden anlocken und zum Stöbern einladen. Die unterschiedlichen Farben der Jahreszeiten sorgen nicht nur für Abwechslung bei deinen Arrangements, sondern vermitteln den Kunden auch ganz unterschiedliche Gefühle oder Stimmungslagen. Daher ist es wichtig, dass du auch die unterschiedlichen Farbzusammenspiele kennst und in einer harmonischen Form zusammenbringen kannst.

Pflegen und für eine gesunde Ausstrahlung sorgen

Die Pflege der Pflanzen ist ein wichtiger Bestandteil deiner täglichen Arbeit. Denn nur, wenn du schöne, gesunde und ansehnliche Blumen anbieten kannst, finden sie auch ihren Käufer. Zur Pflege gehört unter anderem das regelmäßige Gießen und Düngen der gesamten Gewächse, aber auch der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist ein Bestandteil der Pflege. Das richtige Mengenverhältnis zu kennen und beim Düngen einzusetzen ist hier ein elementarer Bestandteil deiner Arbeit, denn kennst du diese nicht, so werden deine Tulpen schnell die Köpfe hängen lassen.

Die Kosten im Blick haben

Ja, auch wenn du es kaum vermuten würdest, aber es gehören ebenso die verwaltenden Aufgaben zu diesem Berufsbild. Als Florist muss du dich hin und wieder mit dem lästigen Papierkram abgeben oder zumindest zeitweise am Computer arbeiten. Zu den verwaltenden Aufgaben gehören nämlich das Kalkulieren der Materialbedarfe und das Errechnen des Materialverbrauchs für eine zeitlich begrenzte Periode oder für ein größeres Projekt. Nur, wenn du dich mit den Kosten und Aufwendungen auskennst, kannst du auch einen fairen Angebotspreis abgeben. Denn auch als Florist lebst du nicht von der farbenfrohen Blüte deiner Pflanzen, sondern ausschließlich von dem Gewinn der nach Abzug aller Kosten übrig bleibt.

Inhalte der Ausbildung


Schulische Ausbildungsinhalte

Im Unterricht der Berufsschule lernst du neben der Organisation betrieblicher Abläufe, auch grundlegendes Wissen über Pflanzen im Allgemeinen und ihre umweltschonende Behandlung. Ebenso ein wichtiger Inhalt ist die Werkstoffkunde und die gestalterische Verwendung der unterschiedlichen Gewächse.

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Die Berufsausbildung zum Floristen gliedert sich generell in drei Ausbildungsjahre. Nach eineinhalb Jahren machst du eine Zwischenprüfung. Ansonsten werden dir im betrieblichen Bereich deiner Ausbildung alle wesentlichen Bestandteile vermittelt, die den Beruf des Floristen ausmachen. Das bedeutet, du lernst direkt vor Ort im Betrieb, wie du mit den unterschiedlichsten Werkzeugen umgehst, bindest Sträuße, die nachher zum Verkauf angeboten werden und unterstützt bei Projekten wie Hochzeits- oder Trauerfloristik. Auch das kalkulieren von tatsächlichen Preisen wird dir im Betrieb näher gebracht. Somit kannst du dein theoretisches Wissen aus der Berufsschule gleich im Betrieb anwenden. Selbstverständlich übernimmst du ebenfalls die fachmännische Beratung der Kundschaft im Laden oder am Telefon. Du solltest daher unbedingt gut mit Menschen umgehen und aufgeschlossen auf sie zugehen können.

Besonderheiten


Heuschnupfen oder eine Pollenallergie solltest du keinesfalls haben, wenn du dich für den Beruf des Floristen entscheidest. Da du mit vielen unterschiedlichen Pflanzen zu tun hast, solltest du hier auf Nummer sicher gehen und ggf. vorher noch einen Allergietest machen.

Bei der dualen Berufsausbildung zum Floristen gibt es eine weitere Besonderheit, die du mit einer entsprechenden Vorbildung oder mit besonders herausragenden Leistungen während der Ausbildung in Anspruch nehmen kannst. In der Regel besteht bereits zu Beginn der Ausbildung die Möglichkeit, diese um ein halbes oder ein ganzes Jahr zu verkürzen, sofern du im Besitz der allgemeinen oder Fachhochschulreife bist. Das bedeutet, du würdest bereits in der Mitte des ersten bzw. direkt im zweiten Lehrjahr einsteigen. Kannst du in deiner Zwischenprüfung glänzen und das Ergebnis ist besser als eine 2,5, dann besteht sogar die Option ein weiteres halbes Jahr zum Ende deiner Ausbildung zu verkürzen.



Wie werde ich Florist ?


Du bist…

  • geschickt und verfügst über eine gute Augen-Hand-Koordination?
  • kreativ und hast einen Sinn für Ästhetik?
  • kundenorientiert?
  • kaufmännisch interessiert?

Du hast…
- ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen?
- gute Noten in Mathe, Biologie und Kunst?
- einen Haupt- oder Realschulabschluss?

Treffen die oben genannten Punkte auf dich zu? Dann bist du genau der Richte für eine Ausbildung zum Floristen! Um zu sehen, ob der Beruf wirklich zu dir passt, teste doch mal deine Persönlichkeit in unserem Berufsscout!

Rechtlich gibt es keine Bestimmungen zu einer vorgeschriebenen Schulbildung, es ist jedoch in der Praxis oftmals so, dass Schüler mit einem guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss bevorzugt werden.


Quellen:
Bei der Recherche für unsere Berufsbilder verwenden wir die Informationen von der Bundesagentur für Arbeit
sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie .

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