Wie werde ich Gerüstbauer / Gerüstbauerin?

Für dich geht es am liebsten hoch hinaus und du bist von Baugerüsten und deren Aufbau fasziniert? Als Gerüstbauerin bzw. Gerüstbauer ist das dein Arbeitsalltag. Damit du für den Beruf bestens gewappnet bist, solltest du aber einige Eigenschaften mitbringen:

  • Handwerkliches Geschick
  • Keine Höhenangst
  • Körperliche Fitness
  • Interesse an Mathe und Physik
  • Wetterfestigkeit

Schulische Voraussetzungen

Im besten Fall hast du mindestens den Hauptschulabschluss in der Tasche. Da jedoch kein bestimmter Schulabschluss vorausgesetzt oder erwartet wird, kannst du dich grundsätzlich mit jedem Schulabschluss bewerben.

Du hast noch Zweifel? Mit unserem kostenfreien Berufs-Check findest du heraus, ob der Beruf wirklich zu dir passt!

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Lehrdauer

3 Jahr(e)

Lehrlingsgehalt

Ø 1015 EUR

Was macht ein Gerüstbauer / Gerüstbauerin?

Deine Aufgaben als Gerüstbauerin/Gerüstbauer auf einen Blick

  • Fläche prüfen: Du prüfst den Untergrund des Gerüsts, berechnest die Belastungen und entwickelst anhand deiner Ergebnisse eine Lastverteilung.
  • Baustelle vorbereiten: Du stellst die notwendigen Gerüstelemente zusammen und sicherst die Baustelle mit Bauzäunen sowie Warnhinweisen.
  • Gerüst aufbauen: Du baust das Gerüst mit deinen Kolleginnen und Kollegen auf und achtest dabei auf die nötigen Rahmen, Verbindungen und Verstrebungen, damit das Baugerüst sicher steht.

Deine Aufgaben als Gerüstbauerin/Gerüstbauer im Detail

Fläche prüfen

Wer durch die Stadt läuft, sieht sie überall stehen: Gerüste. Dabei gibt es sie nicht nur dort, wo wir sie sehen können, sondern zusätzlich noch in vielen Industriehallen, in denen riesengroße Anlagen gebaut und umgerüstet werden, was ohne Hilfsgerüste überhaupt nicht möglich wäre. Es gibt zum einen den Außen-Gerüstbau, zum Beispiel das klassische Rahmensystem für Fassaden- oder Malerarbeiten an Hauswänden, und Innen-Gerüste, beispielsweise zu Restaurierungszwecken in Kirchen und denkmalgeschützten Bauten. Auch Tribünen in Konzerthallen und Reklamegerüsttürme sowie Fußgängerbehelfsbrücken an Baustellen werden von dir aufgebaut. Wenn du schon einmal ein Kartenhaus oder einen Turm aus Holzklötzen gebaut hast, weißt du, dass das Herausnehmen eines tragenden Elementes den Einsturz der ganzen Konstruktion bewirken kann. So ähnlich kannst du dir das auch bei einem Gerüst vorstellen. Als Gerüstbauerin bzw. Gerüstbauer schraubst du die Elemente nicht munter zusammen, sondern prüfst zunächst den Untergrund, berechnest Belastungen und entwickelst eine Lastverteilung. Nur so kann gewährleistet werden, dass das Gerüst stabil ist und die Funktion erfüllt, für die es errichtet wurde – als Arbeitsgerüst, als Schutzgerüst oder als Traggerüst.

Baustelle vorbereiten

Los geht’s mit der Baustelle. Mit Bauzaun und Warnhinweisen richten deine Kolleginnen und Kollegen bereits die Baustelle ein. In der Zwischenzeit machst du dich mit der Stückliste auf den Weg ins Lager, wo du die notwendigen Gerüstelemente zusammenstellst. Zuvor hast du am Computer das Gerüst mit einer speziellen Software geplant, den Materialbedarf ermittelt und die Belastungen berechnet, die das Gerüst bei den Bauarbeiten aushalten muss. Mit dem Gabelstapler transportierst du die Gerüstelemente und belädst den LKW. Dein Kollege lädt sie mit einem Ladekran an der Baustelle wieder aus, während du noch einen prüfenden Rundgang durchs Lager machst und eine Nachbestellung fehlender oder beschädigter Teile aufgibst. Vor Ort sind die Stahlrohre, Leitern, Planken und Streben bereits sortiert und bereitgelegt.

Gerüst aufbauen

Nun kann es losgehen. Nachdem ihr einen Unterboden aus Holz auf dem Boden platziert und die Gerüstfüße dort abgestellt habt, kann es mit dem Rahmen losgehen. Dafür bringst du Vertikalrahmen, Querverbindungen und Verstrebungen an. Das Gerüst verankerst du am Mauerwerk, damit es nicht umkippen kann. Wenn die ersten Gerüstplanken aufliegen und eine Diagonale zum Stützen angebracht wurde, geht es mit der zweiten Ebene weiter. Die einzelnen Bauteile ziehst du mit einem Ratschenschlüssel fest. Während du mit dem Gerüst immer weiter in die Höhe gehst, stehen deine Kolleginnen und Kollegen auf unteren Planken und auf dem Boden, von wo aus sie dir die Elemente anreichen. Wenn das Gerüst fertig ist und abgenommen wurde, überlasst ihr den Bauarbeitern das Feld. Erst, wenn die Arbeiten im Außenbereich erledigt sind, seid ihr erneut gefragt, schließlich muss das Gerüst wieder demontiert, gereinigt und verstaut werden.

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Gut zu wissen...
  • 57 Prozent der Gerüstbauerinnen und Gerüstbauer arbeiten bei einem Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten.
  • Der Fachbegriff für Höhenangst lautet „Akrophobie“.
  • Der Kingdom Tower in Dschidda (Saudi-Arabien) ist mit 1.007 Metern das höchste Gebäude der Welt.

Inhalte der Lehre

Schulische Ausbildungsinhalte

Als Gerüstbauerin bzw. Gerüstbauer benötigst du mathematisches und physikalisches Wissen sowie Kenntnisse zum Arbeitsschutz, Werkstoffkunde und andere theoretische Grundlagen. Du lernst zum Beispiel, die Baupläne zu lesen und ihnen die relevanten Maße zu entnehmen. In Mathe beschäftigst du dich mit Höhen- und Rechtwinkelmessung, Längenberechnung, Bedarfs- sowie der Lastenermittlung. In Physik erwirbst du Kenntnisse in Hebelgesetzen, Druck und Druckspannung, Kippmoment und Kräftelehre. Besonders wichtig ist in deinem Beruf, dass du die Arbeitsschutzvorschriften und die Regeln für Flucht- und Rettungswege kennst. Ohne Schutzausrüstung darfst du schließlich nicht arbeiten! Außerdem müssen bestimmte Sicherheitsabstände eingehalten werden und die Lagerung der Gerüstelemente muss nach einigen Grundregeln erfolgen. In Werkstoffkunde lernst du die Werkstoffe Stahl, Aluminium und Kunststoff näher kennen und wirst dich außerdem mit den Materialien und Hilfsstoffen deines Berufs auseinandersetzen (z. B. Dübel, Ösen, Balken oder Gitterträger).

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Alles, was du bereits in der Berufsschule in der Theorie gehört hast, kannst du in der Praxis live und in Farbe sehen – und anwenden! Zunächst werden dir die Gerüstelemente und ihre Eigenschaften und Funktionen im Lager gezeigt. Nach und nach musst du sie alle mit Namen kennen. Danach darfst du mit auf die Baustelle, wo du zunächst jedoch nur am Boden arbeitest. Von dort gibst du zum Beispiel das Material an und kannst prüfen, welche Elemente du dir bereits merken konntest. Schritt für Schritt geht es immer eine Ebene höher. Nun darfst du bereits das Material von unten annehmen und es weitergeben. Wenn du die Erlaubnis für die oberste Ebene hast, verschraubst und befestigst du dort Teile. Ab dem dritten Ausbildungsjahr kennst du die einzelnen Schritte dann so genau, dass du das Gerüst eigenständig aufbauen und dein Team anleiten kannst.
Außerdem übst du, wie du eine Baustelle einrichtest, wie du den Gerüstbau am PC planst und wie du Materialbedarf ermittelst. Auch die Bearbeitung von Kundenanfragen und die Rechnungserstellung fallen in dein Aufgabengebiet.

Hilfreiche Fähigkeiten
  • Teamfähigkeit
  • Logisches Denken
  • Arbeitsgenauigkeit
  • Handwerkliches Geschick

Wie gut passt der Beruf Gerüstbauer / Gerüstbauerin zu dir?

Wenn du in deinem Beruf gerne etwas mit deinen Händen erschaffen möchtest, ist der Beruf Gerüstbauer / Gerüstbauerin genau der richtige für dich.
Wenn du nicht in der Höhe arbeiten möchtest, könnten andere Berufe besser zu dir passen.
Gerüstbauer / Gerüstbauerin-Quiz
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