Wie werde ich Gebäudereiniger / Gebäudereinigerin?

Der Beruf des Gebäudereinigers ist nicht so einfach und vorhersehbar, wie man denkt. Damit du nicht in die „Praxisfalle“ tappst, zeigen wir dir hier, welche Voraussetzungen du für den Beruf erfüllen solltest:

  • Körperliche Fitness
  • Interesse an Chemie
  • Wetterfestigkeit
  • Keine Höhenangst
  • Unempfindlichkeit gegenüber Schmutz

Du bist dir noch nicht sicher, ob du die erforderlichen Eigenschaften mitbringst? Probiere doch mal unseren Berufs-Check aus. So findest du schnell heraus, ob der Beruf des Gebäudereinigers zu dir passt.

Schulische Voraussetzungen

Es gibt keine gesetzliche Vorgabe, welchen Schulabschluss du für die Ausbildung als Gebäudereinigerin bzw. Gebäudereiniger mitbringen musst. Um gute Chancen zu haben, solltest du aber mindestens einen Hauptschulabschluss vorweisen können.

Bildungsweg

Duale Ausbildung

Empfohlener Schulabschluss

Hauptschulabschluss

Lehrdauer

3 Jahr(e)

Lehrlingsgehalt

Ø 805 EUR

Was macht ein Gebäudereiniger / Gebäudereinigerin?

Wer glaubt, dass es sich beim Gebäudereiniger um eine ungelernte Putzkraft handelt, dem sind wohl einige wichtige Informationen zu diesem Beruf sprichwörtlich durch die Lappen gegangen. Was alles zum Beruf dazugehört, zeigen wir dir hier.

Deine Aufgaben als Gebäudereiniger auf einen Blick

  • Begutachtung der verunreinigten Fläche: Du triffst an deinem Arbeitsort ein und siehst dir den Ort bzw. die Fläche an, die du für deinen Kunden reinigen sollst.
  • Auswahl der Reinigungsmittel: Anhand der Fläche, des Materials und der Art der Verschmutzung entscheidest du dich für das passende Reinigungsmittel.
  • Reinigung: Du reinigst Gebäudefassaden, Fenster, Fußböden oder kleinere Flächen sorgfältig.

Deine Aufgaben als Gebäudereiniger im Detail

Begutachtung der zu reinigenden Fläche

Gebäudereinigerinnen und Gebäudereiniger werden so gut wie überall gebraucht. Überall dort, wo wir Menschen uns aufhalten, produzieren wir Dreck. Nur Wenige haben es sich zur Aufgabe gemacht, genau das sauber zu machen, was verschmutzt oder verunstaltet ist. An dieser Stelle kommst du ins Spiel: Als Gebäudereiniger bist du ein Fachmann in Sachen Lösemittel, Untergründen sowie Reinigungsgeräten und -maschinen. Wenn du einen Auftrag erhältst und diesen mit dem Kunden abgesprochen hast, begutachtest du die Fläche, die gereinigt werden soll. Das könnte eine Glas-Fassade an einem Hochhaus, eine Krankenhaus-Station, ein Bahnhof, ein Schwimmbad oder ein Kindergarten sein. All diese Orte erfordern ein individuelles Reinigungskonzept und sehr gute Teamarbeit.

Auswahl der Reinigungsmittel

Der Kundenkontakt ist in deinem Beruf sehr wichtig. Deine Kunden müssen zu dir Vertrauen aufbauen können, das heißt, wenn du ihnen Versprechungen machst, musst du dir sicher sein, dass du sie halten kannst. Im medizinischen Umfeld ist die Sorgfalt deiner Arbeit sogar lebenswichtig. Mit keimtötenden Mitteln gehst du ans Werk, sodass sich Krankheiten nicht wie ein Lauffeuer verbreiten können. Die chemischen Lösemittel wählst du sehr behutsam aus und achtest auf die Sicherheitsregelungen für den Reinigungsvorgang. Deshalb beurteilst du die Oberfläche genau und wählst das passende Lösemittel aus. Je nach Fläche ist dies eher sauer oder alkalisch. Wenn du dich dabei für das falsche Reinigungsmittel entscheidest, könntest du den Untergrund beschädigen und einen großen finanziellen Schaden anrichten.

Reinigung

Wenn es darum geht, Gebäudefassaden zu reinigen, reichen Gerüste und Arbeitsbühnen häufig nicht mehr aus. Schwindelfreiheit ist deshalb eine Grundvoraussetzung für deinen Beruf. Doch sei beruhigt, man gewöhnt sich an die Höhen! Bevor du mit einem Fensterwischer die Fassadenbefahranlage bis in den 14. Stock eines Hochhauses hochfährst, bekommst du eine ausführliche Sicherheitsbelehrung darüber, wie du das Sicherheitsgeschirr richtig anlegst und die Auffanggurte funktionieren. Hier kann dir nichts passieren. Im Bereich der Unterhaltsreinigung – so nennt man die tägliche Grundreinigung, zum Beispiel in Bürogebäuden, Betrieben oder Privathaushalten – polierst du auch kleinere Flächen, säuberst mit der Einscheibenmaschine einen großflächigen PVC-Boden, wischst einen Marmorboden mit dem Dampfreiniger oder fährst mit der Kehr-Schrubb-Maschine durch größere Hallen. 

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Gut zu wissen...
  • Am 15. Juni ist der Internationale Tag der Gebäudereinigung.
  • Der Umsatz des Gebäudereiniger-Handwerks in Deutschland belief sich im Jahr 2020 auf rund 20 Milliarden Euro.
  • Mit knapp 700.000 Beschäftigten ist die Gebäudereinigung die beschäftigungsstärkste Handwerksbranche Deutschlands.

Inhalte der Lehre

Schulische Ausbildungsinhalte

Die Chemie nimmt einen großen Anteil deiner schulischen Ausbildung ein. Im Unterricht lernst du die Bestandteile der Reinigungslösemittel kennen und erfährst, wie man haut- und augenschonend damit umgeht. Der MAK-Wert misst die maximale Arbeitsplatz-Konzentration eines bestimmten Mittels. Durch ihn kannst du beurteilen, ob das Öffnen eines Fensters genügt oder ob du eine Schutzmaske mit Filter tragen musst, während du den Raum reinigst. Auch die Werkstoffkunde ist ein wichtiger Bestandteil deiner theoretischen Ausbildung, denn du erfährst, wie man Dreck von verschiedenen Untergründen löst, ohne diese zu beschädigen. In Mathematik beschäftigst du dich insbesondere mit Flächenberechnung und der Kalkulation von Preisen und dem Materialbedarf. 

Betriebliche Ausbildungsinhalte

Im Ausbildungsbetrieb wirst du dich zunächst mit einfacheren Reinigungstätigkeiten beschäftigen, um ein Gefühl für die unterschiedlichen Geräte, Maschinen und Untergründe zu bekommen. Ab dem zweiten Lehrjahr führst du bereits Kundenaufträge unter Anleitung aus. Du lernst hier, deine Arbeitsschritte selbstständig zu planen, den Kunden fachkompetent zu beraten und den Auftrag erfolgreich abzuschließen. Die Kundenbindung ist in deinem Beruf sehr wichtig, da du häufig nicht für einmalige, sondern regelmäßige Reinigungsarbeiten gebucht wirst. Ab dem dritten Jahr darfst du die Kunden selbstständig betreuen. Mit den unterschiedlichen Reinigungs-, Desinfektions- und Pflegemitteln kennst du dich mittlerweile bestens aus. Du hast bereits auf den verschiedenen Untergründen (Textilien, Glas, Sandstein, Marmor, Backstein und Aluminium) gearbeitet und bist nun bestens gewappnet für die Berufspraxis.  

Ablauf der Lehre

Die Ausbildung zur Gebäudereinigerin bzw. zum Gebäudereiniger ist eine duale Ausbildung und dauert drei Jahre.


Hilfreiche Fähigkeiten
  • Teamfähigkeit
Gebäudereiniger / Gebäudereinigerin-Quiz
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