Die Entscheidung, ob es zu einer Unterschrift unter dem Ausbildungsvertrag kommt, liegt schon länger nicht mehr nur beim Unternehmen. Für eine erfolgreiche Azubi-Gewinnung müssen neue Wege gegangen werden.  Insbesondere Maßnahmen, die die Arbeitgebermarke stärken, können ein entscheidender Faktor sein. Wie packt man und motiviert sie, so dass Sie als Unternehmen von ihren Qualitäten als gute Fachkraft von morgen profitieren können?

Generation Z - erst einmal ein Selfie

Die Generation Z … Geboren zwischen 1997 und 2012, selbstbewusst und lt. statistika.de „eigentlich ganz vernünftig“.
Während die Generation Y noch anstrebte, sich im Arbeitsleben selbst zu verwirklichen ist für deren Nachfolger die klare Trennung zwischen Arbeits- und Privatleben ein wichtiges Kriterium. Geregelte Arbeitszeiten und genug freie Zeit danach. Selbstverwirklichung gerne - aber in der Freizeit. Führungspositionen werden daher auch seltener angestrebt. Viel wichtiger ist Ihnen die Zufriedenheit im Job (74 %) und Teil eines gut funktionierenden Teams zu sein. Abwechslungsreiche, herausfordernde Aufgaben und Wertschätzung stehen ebenfalls ganz oben auf der Wunschliste. Außerdem möchten sie auf Augenhöhe mit ihren Vorgesetzen Kommunizieren sowie konstruktives Feedback erhalten.

In ihrer Freizeit leben die Jugendlichen von heute eher die traditionellen Werte, möchten also heiraten und Kinder kriegen, zeigen sich aber trotzdem liberal, was andere Lebensformen angeht.
Das Smartphone gehört zu ihrem Leben, die Generation YouTube ist online – und das 24/7. Sie pflegen virtuelle Freundschaften und sind in den sozialen Netzwerken zu Hause.

Neue Werte bedeuten immer neue Herausforderungen und gleichzeitig auch neue Chancen. Schaut man sich die Wertvorstellungen der Generation Z einmal an, wird schnell klar, dass sie sich von denen der Generationen X und Y stark unterscheiden. Die goldene Nadel für langjährige Betriebszugehörigkeit strebt die heutige Jugend nicht mehr an. Auszubildende langfristig an das Unternehmen zu binden, wird daher immer schwerer. Hat man es allerdings erst einmal geschafft den Jugendlichen für sein Unternehmen zu begeistern, ist ein auf lange Sicht ausgelegtes Arbeitsverhältnis durchaus realistisch.

Investieren Sie in Ihr Employer Branding

Wenn Personaler sich erst einmal mit den Denkweisen der jungen Menschen vertraut machen, werden sie sehr schnell feststellen, dass sich die kommenden Auszubildenden sehr wohl ihres Marktwertes bewusst sind; Unternehmen werden zu Bewerbern und sollten als solche gut vorbereitet sein. Es versteht sich von selbst, dass für die Schaltung der Stellenanzeigen auf passende digitale Kanäle gesetzt werden muss. Mehr Impulse dazu können Sie sich in unserem kostenfreien Webinar "Erfolgreiches Azubi-Recruiting mit Social-Media-Marketing" holen.

Jugendliche nutzen WhatsApp, Instagram und Co. eher für private Zwecke, d. h. man kann und sollte ihnen auf diesen Kanälen zwar Informationen über das Unternehmen zukommen lassen, die eigentliche Akquise spielt sich aber eher auf der Karrierewebsite des Unternehmens ab. Und auch da gilt wie überall: der erste Eindruck zählt. Das Smartphone war das erste Telefon, was Gen Z kennen gelernt hat und mit diesem sind sie auch im Netz unterwegs – und das schnell. Kurzweilige Unterhaltung in den Social-Media-Kanälen hat ihr Surfverhalten geprägt, lange Wartezeiten kennen sie nicht und verlieren schnell die Lust.

Umso wichtiger ist der Inhalt. Neben Informationen über das Unternehmen sollte auf der Karrierewebsite klar werden, was die Jugendlichen von Ihnen erwarten können. Geben Sie ihnen einen Einblick in ihr Unternehmen und kommunizieren Sie konkret, was Sie von anderen unterscheidet.

Benefits als Alleinstellungsmerkmal

So viel gleich zu Anfang: Ein Obstkorb ist kein Alleinstellungsmerkmal und auch der kostenfreie Kaffee macht in diesem Fall eher müde statt munter. Benefits sind dazu da, sich als Unternehmen für Bewerber attraktiv zu machen, seien Sie also ruhig ein bisschen kreativ und überlegen Sie sich, welche Mitarbeitervorteile zu Ihrer Zielgruppe aber natürlich auch zu Ihrer Unternehmenskultur passen Eine gute Möglichkeit die Wünsche der Mitarbeiter berücksichtigen zu können sind Feedback-Gespräche, die sich über Feedback-Tools auch anonym durchführen lassen.

Diverse Seiten, die sich auf den Vertrieb von Mitarbeitervorteilen spezialisiert haben, bieten eine nahezu unbegrenzte Auswahl. Aber auch die gesetzlichen Krankenkassen können Ansprechpartner zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement sein und bieten sehr gute Hilfestellungen.

TOP-10-BENEFITS

  • Überragende betriebliche Altersvorsorge
  • An seinem Geburtstag hat jeder frei
  • Erfolgsprämien für innovative Ideen
  • Snacks, Obst und Getränke stehen gratis zur Verfügung
  • Bürohunde sind erlaubt
  • Gratis qualitatives Mittagessen in verschiedenen Gastronomiebetrieben rund um den Firmensitz
  • Bonuszahlungen, die an den Unternehmenserfolg gekoppelt sind
  • Teambuilding und -events, wie etwa Soccergolf, Bowling oder Lasertag
  • Fitnessstudio im Werk
  • 35h-Woche

Quelle: Kununu – Unsere Top 10 Bewertungen zum Thema Benefits

Machen Sie es den Bewerbern nicht unnötig schwer

Es wird niemanden überraschen, dass sich die die digitalen Professionals auch gerne online bewerben wollen. Im Idealfall verfügt Ihre Karrierewebsite über ein geeignetes Tool. Aber auch die E-Mail-Bewerbung gehört zu den beliebtesten Bewerbungswegen der jungen Menschen. Viele Unternehmen sind schon dazu übergegangen, auf das Bewerbungs-Anschreiben zu verzichten, um den gesamten Prozess so einfach wie möglich zu halten. Auf jeden Fall sollte eine Bewerbung über das Smartphone möglich sein. Wurde eine Vorauswahl getroffen, freuen sich die künftigen Auszubildenden über eine schnelle Rückmeldung, am liebsten per E-Mail.  

Aber ganz ohne persönlichen Kontakt geht es natürlich nicht. Auch die Zler freuen sich über eine Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch, selbst wenn die ersten Phasen der Bewerbungen digital abgewickelt worden sind.

Folgendes könnte Sie auch interessieren


Azubi-Recruiting im New Normal

Azubi-Recruiting im New Normal

HR Performance 1/2021. Schon vor Corona war die Digitalisierung von Recruitingprozessen ein wichtiges Thema für Personaler. Durch die Pandemie wurden und werden diese Entwicklungen beschleunigt. Personaler sind darauf angewiesen, etablierte Abläufe in der Azubi-Gewinnung von analog auf digital umzustellen und andere, kontaktlose Wege zu gehen, um neue Auszubildende für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Der Artikel gibt Anregungen, wie Sie als Personaler und Ausbilder diesen Weg gestalten können.

Elternmarketing als Teil des Ausbildungsmarketings

Elternmarketing als Teil des Ausbildungsmarketings

Beim Übergang Schule-Berufe spielen Eltern eine ganz wichtige Rolle. Sie sind sozusagen die „Influencer“ der Jugendlichen. Für Ausbildungsbetriebe bedeutet dies: Ausbildungsmarketing ist auch Elternmarketing. Doch wie können Azubi-Recruiter Mütter und Väter überhaupt erreichen, informieren und für sich gewinnen? Der Artikel gibt Handlungsempfehlungen.

Deutscher B2B-Award 2020/21 für AUBI-plus

Deutscher B2B-Award 2020/21 für AUBI-plus

Hüllhorst, 17. Februar 2021 – Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) hat Deutschlands beste Dienstleister im B2B-Bereich veröffentlicht. Wie zufrieden sind die Kunden? Wie sind ihre Erfahrungen mit dem Kundenservice? Wie passend finden sie die Leistung im Verhältnis zum geforderten Preis? Diese Fragen waren Gegenstand der Studie „Deutscher B2B-Award 2020/21“. Für Kundenservice und Preis-Leistungs-Verhältnis bekam AUBI-plus das Urteil „herausragend“.