Jedes Jahr im Herbst starten bei der HUK-Coburg rund 100 Auszubildende und duale Studenten ins Berufsleben. Über einen Mangel an Bewerbern kann das Coburger Unternehmen, das vor Ort gut 5500 Mitarbeiter beschäftigt, nicht klagen – ganz im Gegenteil. Dennoch hat sich der Versicherer dem Zertifizierungsverfahren der Personalberatungsagentur „AUBI-plus plus“ gestellt. „Wir wollten wissen, wo wir stehen“, begründet Vorstandsmitglied Sarah Rössler den Schritt. „Wir wollten eine Rückmeldung bekommen.“ Diese fiel in allen Bereichen überdurchschnittlich gut aus, so dass sich die HUK ab sofort zu den 24 besten Ausbildern, den „BEST PLACES TO LEARN“, in Deutschland zählen darf.

Die Ausbildung habe bei der HUK traditionell einen hohen Stellenwert, sagte Rössler beim Pressegespräch am Donnerstag. Wer bei dem Versicherungsunternehmen lernen will, hat mehrere Möglichkeiten: Neben der klassischen kaufmännischen Ausbildung oder der zum Fachinformatiker ist auch die Kombination der beiden Bereiche mit einem Bachelor-Studiengang an der Hochschule Coburg möglich.

Neue Erkenntnisse gewinnen
„Wir machen uns ständig Gedanken darüber, wie wir unseren Nachwuchs qualifizieren und die Ausbildung für junge Leute attraktiv gestalten können“, erläuterte Ausbildungsleiter Holger Florschütz. Die Ausbildungsvergütung sei dabei längst nicht alles. Wichtig seien vor allem Aspekte wie ein sicherer Arbeitsplatz, auch über die Ausbildung hinaus (die HUK übernimmt fast immer 100 Prozent ihrer Azubis), ein strukturierter Ablauf der Lehre, ein abwechslungsreicher Mix aus Theorie und Praxis, qualifizierte Betreuung und letztlich auch Karrierechancen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, seien sehr viele Prozesse und auch das Auswahlverfahren der Bewerber verändert worden, sagte Florschütz. Deshalb sei es nun an der Zeit für ein Resümee und für neue Erkenntnisse darüber, was noch verändert werden könne.

Die Personalberatungsagentur AUBI-plus, die das Zertifizierungs-Verfahren anbietet, hat 37 Mitarbeiter und bildet selbst aus. „Wir können daher gut nachvollziehen, wo die Nöte der Ausbildungsbetriebe liegen“, erklärte Geschäftsführer Heiko Köstring. Die HUK wisse natürlich, dass sie ein „exzellentes Ausbildungs-Unternehmen“ sei, so Köstring. Dennoch sei es wichtig, sich den Spiegel vorzuhalten, um herauszufinden, wo noch „Luft nach oben“ ist.

Grundlage des Zertifizierungs-Verfahrens ist die Befragung von drei Gruppen: den Ausbildern, den Auszubildenden und den Ex-Azubis. Abgefragt werden insgesamt 158 Qualitätskriterien aus acht Bereichen, etwa berufliches Lernen, betriebliche Integration und Ausbildereignung und -verhalten. Die Befragung erfolgt anonym und online. Die Antworten werden mit eins bis vier Punkten bewertet, so dass maximal 612 Punkte erzielt werden können.

Das Ergebnis der HUK: 567 Punkte. „Das ist bei den Unternehmen mit über 1000 Mitarbeitern der bisherige Spitzenwert“, so Köstring. Der Durchschnitt liege bei 520 bis 540 Punkten. Auch die Beteiligung sei hoch gewesen: Von 275 eingeladenen Mitarbeitern hätten 221 teilgenommen.

Das Gütesiegel gilt jeweils für drei Jahre, läuft aktuell also bis August 2018. Für die HUK ist mit der Auszeichnung der Prozess keinesfalls abgeschlossen – im Gegenteil. Sarah Rössler: „Wir werden jetzt einzelne Punkte aus den Antworten herausgreifen und sie noch einmal genauer betrachten.“

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www.aubi-plus.de/downloads/presseechos/coburger-tageblatt_huk-coburg-gehoert-zu-deutschlands-besten-ausbildungsplaetzen.pdf

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